Haselnuss Rezepte: 6 einfache Ideen mit Schritt-für-Schritt-Anleitung
Haselnüsse gehören zu den vielseitigsten Zutaten der deutschen Küche. Ob geröstet als Snack, gemahlen für Kuchen oder zu cremigem Mus verarbeitet – die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Hier sind sechs Rezepte, die wirklich jeder nachmachen kann – mit vollständiger Zutatenliste und Schritt-für-Schritt-Anleitung.
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Die Rezepte im Überblick
Die schnellste Variante sind die gerösteten Haselnüsse mit 14 Minuten, am längsten braucht der Haselnuss-Kuchen mit 65 Minuten. Alle Zeiten beinhalten Vorbereitung und Backen.
| Rezept | Gesamtzeit | Ergibt | Art |
|---|---|---|---|
| Haselnuss-Brownies | 40 Min | 16 Stücke | Gebäck |
| Haselnussmus selber machen | 27 Min | ca. 250 g | Aufstrich |
| Haselnuss-Pesto | 15 Min | 4 Portionen | Soße |
| Haselnuss-Kuchen | 65 Min | 12 Stücke | Kuchen |
| Geröstete Haselnüsse | 14 Min | 4 Portionen | Snack |
| Haselnusscreme-Schnecken | 33 Min | 12 Schnecken | Gebäck |
Haselnuss-Brownies
Saftige Schokoladen-Brownies mit gerösteten Haselnüssen – kross außen, feucht innen. Die Nüsse werden kurz trocken geröstet, damit ihr Aroma voll zur Geltung kommt.
Zutaten
- 200 g Zartbitterschokolade (70 % Kakao)
- 150 g Butter
- 3 Eier (Größe M)
- 150 g Zucker
- 100 g Mehl (Type 405)
- 150 g Haselnusskerne
- 1 Prise Salz
Zubereitung
- Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Brownie-Form (ca. 20×20 cm) mit Backpapier auslegen.
- Schokolade und Butter im Wasserbad oder in der Mikrowelle (30-Sekunden-Intervalle) schmelzen und leicht abkühlen lassen.
- Haselnüsse grob hacken und in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten rösten, bis sie duften. Beiseite stellen.
- Eier und Zucker in einer großen Schüssel schaumig schlagen. Die abgekühlte Schokoladenmasse unterrühren. Mehl und Salz sieben und unterheben – nicht zu lange rühren.
- Geröstete Haselnüsse unterrühren. Teig in die Form füllen und 22–25 Minuten backen.
- Stäbchenprobe: leicht feuchte Krümel sind erwünscht. Vollständig auskühlen lassen, dann in 16 Stücke schneiden.
Tipp: Blanchierte Haselnusskerne geben ein gleichmäßigeres Ergebnis und intensiveres Aroma ohne die leicht bittere Haut.
Mehr dazu: Haselnüsse rösten – so geht es richtig
Haselnussmus selber machen
Mit einem Foodprozessor lässt sich reines Haselnussmus ganz einfach selbst herstellen – ohne Zucker, ohne Zusätze. Das Ergebnis ist cremiger und aromatischer als die meisten Fertigprodukte.
Zutaten
- 300 g Haselnusskerne (naturbelassen oder blanchiert)
- 1 Prise Meersalz (optional)
Zubereitung
- Ofen auf 160 °C vorheizen. Haselnüsse auf einem Backblech verteilen und 10–12 Minuten rösten, bis sie duften und leicht gebräunt sind.
- Nüsse 5 Minuten abkühlen lassen. Wenn unblanchiert: in ein Küchentuch geben und kräftig reiben, um die Haut abzulösen.
- Nüsse in den Foodprozessor geben und auf höchster Stufe mixen. Nach ca. 2 Minuten bildet sich erst grobes Mehl, dann eine Paste. Regelmäßig stoppen und von den Wänden abkratzen.
- Nach 8–10 Minuten Mixzeit ist das Mus cremig und fließfähig. Optional Salz einmixen. In ein sauberes Glas füllen – hält im Kühlschrank bis zu 4 Wochen.
Tipp: Ein Hochleistungsmixer (z.B. Vitamix) schafft es in 5–6 Minuten. Günstigere Geräte brauchen länger – nicht aufgeben, das Mus kommt mit der Zeit.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Haselnussmus selber machen
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Haselnuss-Pesto
Geröstete Haselnüsse geben einem selbst gemachten Pesto eine besondere Tiefe und ein kräftiges Nussaroma. Ideal zu Pasta, auf Bruschetta oder als Dip zu Gemüse.
Zutaten
- 80 g Haselnusskerne
- 1 Topf frisches Basilikum (ca. 25 g Blätter)
- 50 g Parmesan (frisch gerieben)
- 100 ml gutes Olivenöl
- 1 Knoblauchzehe
- ½ TL Meersalz
- Schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Haselnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten rösten, bis sie goldbraun duften. Kurz abkühlen lassen.
- Basilikumblätter waschen und trocken schütteln. Knoblauchzehe schälen.
- Haselnüsse, Basilikum, Parmesan und Knoblauch in einen Mixer oder Mörser geben. Kurz grob pulsieren, dann das Olivenöl langsam dazugießen und zu einem grobkörnigen Pesto verarbeiten – nicht zu glatt mixen.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Im Kühlschrank (mit Ölfilm bedeckt) hält das Pesto ca. 1 Woche.
Tipp: Für eine vegane Variante den Parmesan durch 2 EL Hefeflocken und etwas Zitronensaft ersetzen.
Haselnuss-Kuchen
Ein Kuchen mit Haselnussmehl und gemahlenen Haselnüssen – glutenärmer als klassisches Weizengebäck, intensiv nussig im Geschmack und angenehm saftig im Biss.
Zutaten
- 200 g Haselnussmehl
- 100 g gemahlene Haselnüsse
- 4 Eier (Größe M)
- 150 g weiche Butter
- 150 g Zucker
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- Optional: Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (26 cm) einfetten und mit etwas Haselnussmehl bestäuben.
- Weiche Butter und Zucker ca. 4 Minuten cremig schlagen, bis die Masse hell und luftig ist.
- Eier einzeln nacheinander einrühren (jeweils ca. 30 Sekunden), damit die Masse nicht gerinnt.
- Haselnussmehl, gemahlene Haselnüsse, Backpulver und Salz mischen. Unter die Buttermasse heben – nur kurz rühren, bis alles verbunden ist.
- Teig in die Springform füllen und glattstreichen. 40–45 Minuten backen. Stäbchenprobe: kein Teig darf haften. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Gitter stürzen und optional mit Puderzucker bestäuben.
Tipp: Haselnussmehl bindet Flüssigkeit anders als Weizenmehl – rechne mit einem saftigeren Teig, der im Ofen noch nachzieht. Nicht zu früh aus dem Ofen nehmen.
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Geröstete Haselnüsse als Snack
Geröstete Haselnüsse sind der einfachste und gleichzeitig leckerste Snack – gesünder als Chips, sättigender als Cracker, fertig in weniger als 15 Minuten.
Zutaten
- 200 g Haselnusskerne
- Optional: ½ TL Meersalz
- Optional: 1 TL frischer Rosmarin (fein gehackt)
- Optional: ¼ TL Chiliflocken
Zubereitung
- Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (alternativ: Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen – kein Öl nötig).
- Haselnüsse in einer einzigen Schicht auf einem Backblech verteilen. Im Ofen 10–12 Minuten rösten, dabei nach der Hälfte der Zeit einmal durchmischen. In der Pfanne ca. 5–6 Minuten unter ständigem Rühren rösten.
- Fertig sind die Nüsse, wenn sie goldbraun duften und leicht gebräunt sind – nicht schwarz. Sofort vom Blech nehmen, da sie durch die Restwärme noch etwas nachgaren.
- Optional: Heiße Nüsse in ein Küchentuch geben und kräftig reiben, um die Haut zu lösen. Für die Gewürz-Variante: noch warme Nüsse mit Salz, Rosmarin oder Chili vermengen. Abkühlen lassen und genießen.
Tipp: Direkt nach dem Rösten im Küchentuch reiben – die braune Haut löst sich so am leichtesten. Komplett abgekühlt in einer Dose aufbewahren: hält 2–3 Wochen.
Detaillierte Anleitung: Haselnüsse rösten – Ofen & Pfanne im Vergleich
Haselnusscreme-Schnecken
Mit fertigem Blätterteig und cremiger Haselnusscreme gelingt dieses Gebäck ohne großen Aufwand. Die Schnecken werden außen knusprig, innen bleiben sie weich und nussig.
Zutaten
- 1 Rolle Blätterteig (ca. 275 g, ausgerollt)
- 150 g Haselnusscreme
- 50 g Haselnusskerne, grob gehackt
- 1 Eigelb
- 1 EL Milch
- Optional: Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Haselnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten rösten, bis sie duften. Abkühlen lassen und grob hacken.
- Blätterteig samt Papier ausrollen. Die Haselnusscreme gleichmäßig daraufstreichen, dabei einen schmalen Rand frei lassen. Gehackte Haselnüsse darüberstreuen.
- Den Teig von der langen Seite her fest aufrollen und die Rolle 20 Minuten im Kühlschrank kühlen. Dann in 12 etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden und mit etwas Abstand auf das Blech legen.
- Eigelb und Milch verquirlen und die Schnecken damit bestreichen. 15–18 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Auf einem Gitter abkühlen lassen und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
Tipp: Die gekühlte Rolle lässt sich sauberer schneiden. Wird die Creme zu fest, kurz im Wasserbad erwärmen, dann lässt sie sich leichter verstreichen.
Mehr dazu: Haselnüsse rösten – so geht es richtig
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Vegan, ohne Palmöl und mit 40 % italienischen Haselnüssen – die cremige Füllung für die Schnecken.
* Empfohlene Zutat
Häufige Fragen zu Haselnuss-Rezepten
Welches Haselnuss-Rezept eignet sich für Anfänger?
Am einfachsten sind die gerösteten Haselnüsse und das Haselnuss-Pesto. Für die gerösteten Haselnüsse brauchst du nur Nüsse und rund 14 Minuten, das Pesto ist in etwa 15 Minuten fertig und kommt ohne Backofen aus.
Muss ich Haselnüsse vor dem Backen rösten?
Nötig ist es nicht, aber es lohnt sich. Beim Rösten entfaltet sich das Aroma deutlich stärker. In der trockenen Pfanne dauert es 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze, im Ofen 10–12 Minuten bei 160 °C. Blanchierte Kerne geben ein gleichmäßigeres Ergebnis, weil die leicht bittere Haut fehlt.
Wie löse ich die braune Haut von Haselnüssen?
Die gerösteten Nüsse noch warm in ein Küchentuch geben und kräftig reiben. Die meiste Haut löst sich dabei ab. Kleine Reste sind für die meisten Rezepte unproblematisch.
Wie lange hält selbst gemachtes Haselnussmus?
Haselnussmus hält im sauberen Glas im Kühlschrank bis zu 4 Wochen. Haselnuss-Pesto, mit einem Ölfilm bedeckt, hält etwa 1 Woche, geröstete Haselnüsse in einer Dose 2–3 Wochen.
Wie wird das Haselnuss-Pesto vegan?
Den Parmesan durch 2 EL Hefeflocken und etwas Zitronensaft ersetzen. Die übrigen Zutaten (Haselnüsse, Basilikum, Olivenöl, Knoblauch) sind bereits pflanzlich.
Welche Haselnusscreme passt zu den Schnecken?
Jede streichfähige Haselnusscreme funktioniert. Wir verwenden die KoRo Helle Bio Haselnusscreme, die vegan und ohne Palmöl ist und laut Hersteller 40 % italienische Haselnüsse enthält.
Sind die Rezepte für Allergiker geeignet?
Nein. Alle Rezepte enthalten Haselnüsse, die zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen gehören. Informationen zur Haselnussallergie findest du in unserem Wissensbereich.
Mehr Hintergrund: Haselnüsse rösten · Haselnussmus selber machen · Haselnusscreme im Vergleich · Haselnussallergie
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